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 Multilog  

 

MULTILOG

Menka Karapasovska

 

Der Multiog (Kommunikation zwischen mehreren Subjekten) soll nicht nur synkretistisch den Zustand der vielschichtigen und in grösserem Masse sublektiven Kommunikation widergeben, sondern bei der Suche nach dem Grundkonsensus für die Regeln der Kommunikation, d.h. Interaktion gleichermassen die Unterschiede betonen. Die Akzeptanz des Konsensus schafft

die Voraussetz Anerkennung von Unterschidene in den kulturelle Werten. Nur auf einer solchen Distanzierung  von eigenen Standards und Erkennen und Anerkennug anderer Identitäten möglich. 

Eingebettet in den aktuellen Moment ermöglicht diese Ausstellung gemeinsames Erkennen und Handeln zwischen den Künstlern der Republik Makedonien und der Bundesrepublik Deutschland.

 

MULTILOG - Skopje 2001

Autoren

Der Dialog oder die Wechselrede als Darstellung philosophischer/künstlerscher Gedanken hat bereits seit der griechischen Antike Tradition. Es ist ein Zusammenkommen oder auch eine Sammlung (logos von lögein: griech sammeln), ein Einbringen verschieden­er Sichtweisen, Uberzeugungen und Hintergründe. Dieses Einbringen bildet den Grundstock für Begegnung und Ausstausch. Solche Begegnungen fanden an schon immer an Orten statt, die an Handelswegen lagen. Skopje ist solch ein Ort und das Gebäude der Kunstgalerie als ein ehemaliges türkisches Badehaus aus dem 15. Jahrhundert ein Ort für solch eine Begegnung. Martin Buber formuliert in seinen „Pfade in Utopia (1985)“ das dialogische Denken als die wirkliche Begegnung, als ein Zurücklassen “was an Vorverständnis mitgebracht wird, wenn alle Reserviertheit aufgegeben wird, wenn man sich auf den anderen einläßt, einen wirk­lichen Dialog mit ihm führt, (und) gründet sich auf die Offenheit des Menschen für Uberraschungen“. So soll sich der Dialog aus zwei Kulturen im Rahmen der Ausstellung zu einem vielstimmigen Multilog künstlerisch­er Aussagen entwickeln. Die Ausstellung führt Künstler an einem Ort zusammen, der für solche Begegnungen geradezu prädestiniert ist: der “Daut Pascha Amam“ in Skopje. Für alle beteiligten Künstler ist auf je unter­schiedliche Art und Weise der Verbinden und Anknüpfen gemeinsam; kurzum: das Dialogisieren für die eigene künstlerische Ausformung.

 

Jovan Balov entdeckt im Berliner Dom ein Engelsgesicht und malt es aus fünf verschiedenen Blickwinkeln, um es anschliessend mit den politischen Karten der Balkanhalbinsel aus der Sicht von fünf Balkanländern zu vergleichen: Makedonien, Griechenland, Bulgarien, Jugoslawien und Albanien...

 

...“Die Beziehung zum Du ist unmittelbar Zwischen Ich und Du steht keine Begrifflichkeit, kein Vorwissen und keine Phantasie; und das Gedächtnis selber verwandelt sich, da es aus der Einzelung in die Ganzheit stürzt. Zwischen Ich und Du steht kein Zweck, keine Gier und keine Vorwegnahme; und die Sehnsucht selber verwandelt sich, da sie aus dem Traum in die Erscheinung stürzt.“ (Martin Buber: “Ich und Du“)