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„Wonder“, 05:24 min. 2007

camera: Jovan Balov, sound: LSI 5 & Frank Pieperhoff, editing: Jovan Balov

production: Prima Center Skopje/Berlin

 

 

 

„Wonder“, (2007 Boston, Video, 5:24 Minuten) Videobilder von einer Amerikareise  Jovan Balovs 2007: Aus drei dunkel- und hellgrauen verschwommenen Querstreifen - an eine halb geschlossene Jalousie erinnernd - löst sich eine Silhouette von Boston in drei Streifen: grauer Horizont oben, etwas unscharfe Skyline der Stadt mittig und leicht kräuselndes Wasser unten bzw. im Vordergrund, alles mehr oder weniger grau in grau. Eine weisse Personenfähre kommt von links, schwenkt leicht ein hin zum Ufer der Stadt. Das Schiff erscheint gestochen scharf gefilmt. Eine weitere gleichartige Fähre kommt kurz danach von rechts ins Bild gefahren und von links zieht ein Schlepper mit rotem Aufbau heran. Die Schiffe kreuzen sich alle miteinander, schieben sich vor und hinter die erste Fähre und fahren zügig in ihren Richtungen aus dem Bild. Sanft bewegt sich das Wasser auf die Kamera zu und die erste Fähre scheint surreal durch das Bild von links nach rechts zu treiben, den Rumpf zur Küste geneigt, aus dem Bild langsam nach rechts hinaus. So scheint sie nie an irgend einem Ufer ankommen zu können. 

Das Bild verschwimmt, blendet sanft über, wieder in die Streifen, die Jalousie schliesst sich wieder, die Bilder des Abspannes treten hervor. Die gesamte Szenerie des Video wird begleitet von beiläufiger Gitarrenmusik mit Percussion, jeweils auf die einzelnen Schiffe bezogen. Das Video erinnert in seiner ruhigen Inszenierung an die von irritierender Mystik geprägten Filme von Andrej Tarkowski. Es bleiben Fragen und Rätsel für den Betrachter, oder das Wunder eben.

Rolf Külz-Mackenzie

Berlin im Juni 2007